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Veröffentlicht: Montag, 20.02.2012

Fauxpas bei Ratssitzung - Stellvertretender Bürgermeister offenbart, was bisher stets bestritten wurde.

Aufgrund der schwierigen Haushaltslage beantrage die SPD Fraktion in ihrer Haushaltsrede am 14.02.2012 regelmäßige, idealerweise vierteljährliche Zwischenberichte über den Stand der Haushalts- und Finanzwirtschaft und über den Haushaltsvollzug von der Gemeindeverwaltung zu erhalten. 

Obwohl sich Bürgermeister, CDU und Verwaltung zuvor gewunden und durch Umformulierungen versucht hatten den Antrag nicht zur Abstimmung kommen zu lassen, mussten sie sich letztendlich doch den auch vom Bund der Steuerzahler empfohlenen Forderung nach regelmäßigen Zwischenberichten über den Stand der Haushalts- und Finanzwirtschaft fügen.

Besonders der stellvertretende Bürgermeister Hans-Otto Gries zeigte bei der Diskussion zum Antrag sein wahres Gesicht. Nachdem mehrmals versucht wurde, eine Abstimmung zu umgehen, stellte der SPD Fraktionsvorsitzende Ralf Oettershagen die berechtigte Frage, warum man den Antrag nicht einfach zur Abstimmung stellen wolle. Die Antwort Gries' kam prompt, unaufgefordert und gewohnt polternd: "Weil wir ihn ablehnen werden!"

Diese spontane Antwort, die das Denken der Mehrheitsparteien erneut in erschreckender Weise offenbarte, verwunderte dann sogar die eigenen Parteifreunde. Hatte man sich doch nur Sekunden zuvor auf eine gemeinsame Formulierung des Antrages geeinigt.

Die Peinlichkeit seines gedankenlosen (aber sicher aus tiefsten Herzen kommenden) Zwischenrufs erkennend, musste letztendlich auch Gries dem Antrag zustimmen, der damit einstimmig angenommen wurde.

Wir halten es da mit dem deutschen Schriftsteller und Schauspieler Curt Goetz, der da sagte: "Das Denken vor dem Sprechen ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart."

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